Der Nürnberger Ingenieur Gustl Mollath ist seit 2006 in der forensischen Psychiatrie Bayreuth eingesperrt, einem geschlossenen Hochsicherheitsbereich für psychisch kranke und gemeingefährliche Schwerstkriminelle. Der “offizielle” Grund dafür sind paranoide Wahnvorstellungen, Körperverletzung und Gemeingefährlichkeit. Doch es steckt viel mehr dahinter, denn die Chronologie der Ereignisse, die zu seiner Einweisung in die Psychiatrie führten, ist eine für normal denkende Menschen nicht nachvollziehbare Aneinanderreihung von Unglaublichkeiten, von Korruption, Machtmißbrauch, Lügen, Rechtsbeugung, Strafvereitelung, Ignoranz, Vertuschung, Küngelei und Menschenrechtsverletzungen.
Der Fall Gustl Mollath – Unschuldig in der Psychiatrie ?!?
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video im externen Browserfenster bei YouTube ansehen: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=noCqfV-G-e4
Dr. med Friedrich Weinberger, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Träger des Bundesverdienstkreuzes, Mitgründer der Walter-von-Baeyer-Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie e.V., die 1977 als Deutsche Vereinigung gegen politischen Mißbrauch der Psychiatrie e.V. gegründet wurde, http://www.psychiatrie-und-ethik.de/html/vorstand.html untersuchte Gustl Mollath am 11.4.2011 im Bezirkskrankenhaus (BKH) Bayreuth und legte das Ergebnis in einem Gutachten vom 30.4.2011 nieder. pdf hier: http://www.gustl-for-help.de/download/Auszug_Mollath_Rundbrief_W.v.Baeyer-Gesellschaft_1.11.pdf

Zitat:

Gustl Mollath, geb. 1956, sitzt, so mein gutachtliches Urteil, seit über fünf Jahren bei voller Gesundheit unschuldig in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt, weil mächtige Leute glauben, so seine sie störenden Aussagen auf Dauer wegsperren zu können. Unter dem schönsten Schein humaner, politisch neutraler, wissenschaftlich gesicherter Heilkunde wurde er mundtot gemacht – voll nach sowjetischem Muster! Unter dem Etikett des Rechtsstaates und einer umfassend reformierten „Seelenheilkunde“ werden nicht nur Mißbräuche des Fachs in der roten Diktatur weißgewaschen, Rehabilitierungen denen versagt, die sie dort erlitten, sondern werden rechtschaffene Menschen aus unserer Mitte heute ihrer Freiheit, ihrer Bürgerrechte und ihres guten Rufs beraubt. Im demokratisch sich nennenden Staat war bisher ein Aufkommen dagegen nicht oder in Einzelfällen nur unter größten Anstrengungen möglich.

Die Geschichte in Kurzform

Gustl Mollath’s unglaubliche Geschichte ist, wie es einer Bank mit Regierungsbeteiligung fast gelungen wäre, Schwarzgeldverschiebungen zu vertuschen und einen Kritiker ohne Lobby über den Missbrauch forensischer Psychiatrie und fachlicher Gutachten mundtot zu machen. Seine Frau Petra Mollath ist seit 1990 Angestellte bei der HypoVereinsbank in Nürnberg in der Anlage- und Vermögensberatung. Herr Mollath bekommt mit, daß sie in Steuerhinterziehungen und Schwarzgeldverschiebungen zu Tochterbanken in der Schweiz sowie in Insidergeschäfte verwickelt ist. Frau Mollath, die hinter dem Rücken ihres Arbeitgebers HBV auch eigene Vermögensanlagegeschäfte betreibt, setzt ihn vehement unter Druck, damit er zu den illegalen Geschäften schweigt. Er schweigt nicht, sondern ermahnt sowohl sie, wie auch die Banker in Deutschland und in der Schweiz ca. ein Jahr lang, diese illegalen Praktiken einzustellen. Ohne Erfolg. Es kommt zum Zerwürfnis mit seiner Frau und zur Trennung. Petra Mollath droht ihrem Mann, ihn fertig zu machen, wenn er sie oder die Bank anzeige (video 02:36 min). Er tut es trotzdem, beschreibt detailliert die Schwarzgeldverschiebungen, nennt Namen von Kunden und Kontaktpersonen. Doch die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth lehnt es ab, in der Angelegenheit zu ermitteln. Stattdessen wird Gustl Mollath auf seinen Geisteszustand untersucht und vom Landgericht Nürnberg in die Psychiatrie zwangseingewiesen. Mit der Begründung, er sei gemeingefährlich und die Schwarzgeldverschiebung sei Teil eines paranoiden Gedankensystems.

Der Freund von Gustl Mollath, Edward Braun berichtet, daß Frau Mollath auch ihm Schwarzgeldgeschäfte angeboten habe. Da sich diese Geschäfte in einer Größenordnung ab hundertausend Mark bewegten, kann man sich wohl unschwer vorstellen, daß das keine Geschäfte für Otto Normalsparer waren, sondern die Kunden Personen der gehobenen Oberschicht waren, Persönlichkeiten der mittelfränkischen höheren Gesellschaftsschichten. Und da Herr Mollath Namen bei seiner Anzeige der illegalen Finanzgeschäfte nannte, ist es jetzt auch nicht mehr schwer nachvollziehbar, warum die Anklage abgeschmettert wurde. Man kennt sich eben über die Lions- und Rotarierclubs, die Herren Kommunalpolitiker, Richter, Staatsanwäte, Finanzvorstände, Chefärzte, Psychiater, usw.Gustl Mollath wird zwangspychiatrisiert und in die Bezirkskliniken Erlangen, Bayreuth und Straubing verschleppt. Er wird in Folge der rechtlichen Betreuung unterstellt (entmündigt) und verliert seinen gesamten Besitzstand, auch perönliche Dinge, wie Familienfotos und ähnliches.

2007 wird ein vom Amtsgericht Straubing beauftragtes Gutachten von Dr. Simmerl (Oberarzt am Bezirksklinikum Mainkofen) erstellt. Es spricht sich gegen eine rechtliche Betreuung (früher: Vormundschaft / Entmündigung) von Gustl Mollath aus. Die zwangsweise rechtliche Betreuung wird daraufhin aufgehoben. Das Gutachten von Dr. Simmerl weist bezüglich Gustl Mollath folgende Kernpunkte auf:
  • psychomotorisch ruhig wirkend, im Affekt adäquat, lässt kritische Nachfragen zu
  • mit Sicherheit keine schizophrentypischen Wahnideen
  • keine Hinweise auf psychotische Erkrankung
  • keine Affektstörungen
  • keine formalen Denkstörungen
  • keine kognitive Beeinträchtigung
  • keine Hinweise auf Geschäftsuntüchtigkeit
  • keine Betreuungsbedürftigkeit
  • keine therapeutische Option im Maßregelvollzug
  • sinnvolle Verständigung problemlos möglich
Dieses Gutachen wird in Folge (abgesehen von der Aufhebung der rechtlichen Betreuung) seitens der Justiz bis hinauf zu Staatsministerin Dr. Merk (siehe Rede im Bayerischen Landtag) sträflich ingnoriert, wenn nicht bewusst ausgeblendet. siehe Links und pdf #50 http://www.gustl-for-help.de/chronos.html
Wilhelm Schlötterer, Jurist und ehem. hochrangiger Beamter im bayrischem Finanzministerium hat den Fall genau analysiert und erhebt schwere Vorwürfe gegen die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, da diese die Tatbestände der Schwarzgeldverschiebungen einfach ignoriert hat und es heute nocht tut. Bis hinauf zum Bayrischen Landtag und dem Justizministerium zieht sich die Kette der Ignoranz – es bestehe kein Handlungsbedarf. Landtag sieht keinen Handlungsbedarf http://www.br.de/radio/bayern2/service/playlisten/psychiatrie-zweifel-unterbringung-steuerhinterziehung-mollath100~_csn-e7ce4d4f-6025-460e-9d69-7118da0cd6ff_-ec1a07ceac714d3794f8ece8dd84e63c2904dcbf.html
Es darf wohl nicht sein, daß die Wahrheit ans Licht kommt. Zu groß könnte die Lawine sein, die dadurch ins Rollen kommt. Zu groß die Köpfe der Großkopferten? Wenn eine Frau Justizministerin Merk anhand der hier aufgezeigten Umstände im März 2012 von sich gibt, daß die Behauptung Mollath sei weggesperrt worden, weil er angebliche Schwarzgeldgeschäfte der Hypo-Vereinsbank angezeigt habe, absurd sei, wundert mich gar nichts mehr. Hier wird gezielt und vorsätzlich weiter vertuscht und Menschenrechte mit Füßen getreten. Aber das sind wir ja von der BRD-Machtclique inzwischen gewohnt.
Aufgrund der verschiedenen Fachanalysen unabhängiger Gutachter http://www.gustl-for-help.de/analysen.html#weinberger und der brisanten Hintergründe des Falles Gustl Mollath schließe ich mich folgender Forderung an:

Die sofortige Freilassung von Gustl Mollath aus der forensischen Psychiatrie.

Die umfassende und unabhängige juristische Klärung des Falles Mollath, hinsichtlich der Fehlurteile und Falschgutachten, die zu seiner Zwangsverwahrung in den bayerischen Forensiken geführt haben.
Die juristische Verfolgung der damaligen Anzeigen hinsichtlich von Steuerhinterziehung, Schwarzgeldtransfers und Insidergeschäften.
Da die Vorgänge im Fall Gustl Mollath keinen Einzelfall darstellen sondern ein strukturelles Problem sind, fordern wir ebenfalls:

Die Aufklärung ähnlich gelagerter Fälle von Rechtsbeugung und versuchter Psychiatrisierung von Whistleblowern (Hinweisgebern) in Bezug auf Wirtschaftskriminalität.

Die unabhängige Überprüfung der bayerischen forensischen psychiatrischen Anstalten hinsichtlich menschenunwürdiger Zustände und das Abstellen dieser, soweit vorhanden.

Begründung: Petition an den Bayerischen Landtag vom 30. Dezember 2011, um die Freilassung von Gustl Mollath und Aufklärung der Vorgänge, die ihm sechs Jahre seines Lebens geraubt haben, zu erreichen, da die genannten Vorgänge nicht mit dem Grundgesetz, der Bayerischen Verfassung, der Menschenrechtskonvention und anderen deutschen Gesetzen vereinbar sind.

Details hierzu in den fachlichen Stellungnahmen von Herrn Dr. F. Weinberger und Herrn R. Heindl (Richter i. R.).

Im Namen aller Unterzeichner.

http://www.gustl-for-help.de/aufruf.html
http://openpetition.de/petition/online/freilassung-von-gustl-mollath-wegen-gravierender-verfahrensfehler-und-falschgutachten-2

Mehr Info: gustl-for-help.de

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