Remote Exploits für die Briefwahl in Deutschland [SIGINT13]

 

lecture: Remote Exploits für die Briefwahl in Deutschland
Seit der Abschaffung der Sicherungsmechanismen ist die Briefwahl sogar leichter manipulierbar als Nedap Wahlcomputer

Der Vortrag zeigt praxisnah die komplette „Eigenherstellung“ der deutschen Briefwahlunterlagen, inklusive der Stimmzettel, Wahlscheine, Stimmzettel- und Wahlbriefumschläge. Durch die Abschaffung fast aller Sicherungsmerkmale der Briefwahl wäre so ein Wahlbetrug nicht mehr zu erkennen.

Die deutsche Briefwahl hatte effektive Sicherungsmechanismen, bis diese ab 1989 nach und nach abgeschafft wurden. Eine Prüfung der Wähleridentität anhand der Wahlscheine findet nicht mehr statt. Dadurch könnte auch eine fiktive Person wählen, wenn die Briefwahlunterlagen nur gut genug gefälscht wären. Leider ist dies kein großes Problem mehr, seit die blauen Stimmzettelumschläge nicht mehr mit Siegelmarken verschlossen werden, die Dienstsiegel nicht mehr eingestempelt sondern eingedruckt werden, und auch keine amtliche Unterschriften mehr unter den Wahlscheinen sind. Die größte Hürde wäre das Fälschen der offiziellen roten und blauen Umschläge. Allerdings werden diese von der gleichen Druckerei, die die Behörden beliefert, auch in beliebigen Mengen an Privatpersonen verkauft.

Das es unter deutschen Politikern ein Interesse an Briefwahlfälschung gibt, zeigen die regelmäßig aufgedeckten Fälle, siehe z.B. Wahlfälschungsskandal von Dachau und Sammlung von Fälschungen, Wahlbetrug und Problemen bei der Briefwahl. Hierbei ist auch von einer hohen Dunkelziffer auszugehen, da Briefwahlfälschungen kaum zu erkennen sind, wie der Vortrag zeigt.

 
Redner: arnim
EventID: 5104
Event: SIGINT 2013 des Chaos Computer Club [CCC]
Ort: KOMED; Im Mediapark 7; 50670 Koeln; Deutschland
Sprache: deutsch
Beginn: 05.07.2013 16:00:00 +02:00
Lizenz: CC-by-nc-sa

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