Archive for Mai, 2014



Dem „BRD Besatzungsfunk „fällt auch nichts  Neues mehr ein. Wirklich jeden Tag untergraben sie das Niveau vom DDR Fernsehen um einen weiteren Kilometer. Nicht nur, dass man uns ständig alte Videos von vergangenen Kriegsschauplätzen als aktuelle verkaufen möchte oder die EU als wohlstands-und friedensbringendes volldemokratisches Super-Eldorado promotet, die NATO als Friedens-& Demokratiebringer feiert und natürlich das aktuelle Bashing der Friedensmahnwachen,  bekanntlich ein Tummelplatz für Nazis, Antisemiten, Neurechte, Verschwörungstheoretiker, Braunesoteriker und Kinderlutscherwegnehmer, setzen sie noch einen drauf. Nun haben sie nach ihren einseitigen, NATO konformen und kriegstreiberischen Berichterstattungen der letzten Wochen und Monate über die Ukraine oder auch der Verteufelung der neuen Friedensbewegung das Fass bei vielen zum überlaufen gebracht und so nutzten viele das noch freie Medieum Internet, um sich Luft zu machen. Facebookseiten der Sender und E-Mailpostfächer der Propagandazentren laufen über!  Sicherlich gab es auch viele, die dabei über das Ziel hinausgeschossen sind, aber mit einer so großen Welle der Empörung haben selbst die im Paralleluniversum arbeitenden Propagandeure wohl nicht erwartet!

Ym4wMDQxNun muss 3sat Kulturzeit, nach dem Ditfurth Niveau-Absturz noch einen drauf legen und eine hanabüchende Verschwörungstheorie anpreisen. Man hörte vom FOCUS Korrespondenten eine UNGLAUBLICHE THEORIE. Da ihre Facebookseiten , Foren, Kommentarfunktionen einer Empörungswelle ausgesetzt sind, die es bisher noch nicht gegeben hatte, kann es nur einen Schuldigen geben: Vladimir „ADOLF“ Putin, der seine online Armee im Bitzkrieg auf die Datenautobahn schickte, um diese virtuellen Plattformen zu erobern. Ganze Scharen arbeitsloser Jugendlicher bekämen 40 Euro pro Tag für 1000 Hassmails.. Woher die alle so perfekt deutsch sprechen wird nicht gesagt, aber vielleicht hat der ein oder andere ja noch das kleine Büchlein aus der DDR “ Briefe an Freunde“ mit dem man sich vielleicht behilflich war. Ein Buch in dem die einfachsten Phrasen für den deutsch-russischen Briefverkehr nachzulesen waren.

DAS IST WIRKLICH EINE UNGLAUBLICHE THEORIE!

 

 

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„Bierselige Horden singender Männer, ein ganzes Volk Männer, nur Männer fahren ins Grüne. Männer aus allen sozialen Schichten, Männer, nur Männer wollen unter sich sein! Ledig der Röcke und Lockenwickler, wollen nur weg von der Brust, frei vom Strickstrumpf, dem Abwasch, dem Haar in der Suppe, wollen außer sich sein und ins Grüne, mit Flaschen und Stullen, Kuhglocken und Trompeten wollen sie die ganze große Sau rauslassen, herrlich, selbstherrlich und abgenabelt von Muttern sein.“

So beschäftigt sich Günter Grass in seinem 1977 erschienenen Roman „Der Butt“ auf sarkastische Weise mit dem „Ehrentag der Väter“.


©Stoffteddy
Foto: ©Stoffteddy „Lagebesprechung im Einkaufswagen“

Es gibt viele verschiedene Varianten die jährliche Vatertagssause als Herrenpartie zu begehen: Sei es in kleinem Kreise auf dem heimischen Gartenstuhl neben dem Grill, auf Kneipentour in der Stadt oder in größeren Gruppen auf längeren Wanderausflügen ins Grüne.

Geschmückte Kutschen und Traktoren mit Anhängern werden meist mit diversen Alkoholika beladen und transportieren die Väter und Nichtväter, die an „Christi Himmelfahrt“ den Herrentag begießen, auf ihrer Tour. Andere wandern mit bepackten Bollerwägen durch Wald und Flur. Schon die traditionellen, früheren Herrenpartien des 19. Jahrhunderts fanden „zu Fuss und Rad, auf Lastautos oder in Gesellschaftswagen, […] unter den Devisen und […]“ statt.

Dabei spielt die Anzahl der Teilnehmer keine Rolle und auch das Alter kann variieren. Von jung bis alt ist meist alles vertreten. Wichtig ist, auch bei der „modernen“ Herrenpartie, dass an diesem Tag die Männer unter sich bleiben, ob nun Vater oder nicht. Erstaunlicherweise ist die Mehrzahl der feiernder „Väter“ kinderlos und ledig.

Vor allem in Nord- und Ostdeutschland feiert man den Vatertag als Herren- oder Männertag mit einer Herrenpartie. Aber auch in den anderen Teilen Deutschlands ist es beliebt, diesen Tag in einer reinen Männerrunde zu verbringen. Der in Strömen fließende Alkohol unterstreicht den Spaßfaktor dieser Unternehmungen. Sucht man den Begriff „Vatertag“ in der marktführenden Suchmaschine, findet man unter den 356000 Ergebnissen so einige Spaßseiten. So hat Man(n) im World Wide Web die Möglichkeit seine Vatertagstauglichkeit zu testen oder sich für den Ernstfall über „Anti-Katertipps zum Vatertag“ zu informieren. Sind die Herren für ihre Tour noch nicht vollständig ausgerüstet wird ihnen auch in diesem Falle geholfen – Liedmaterial, Wanderkarten oder Bollerwagen erscheinen nur einen Klick entfernt.

Doch auch der Spaß hat seine Grenzen, so teilte das Statistische Bundesamt in seinem Jahresbericht mit, dass die meisten alkoholbedingten Verkehrsunfälle im Jahr 2008 am Vatertag stattfanden. Die Zahl der Unfälle, die sich unter Alkoholeinfluss ereignen war an diesem Tag dreimal so hoch. Auch die Zahl der Polizeieinsätze ist höher als an anderen Tagen. Außerdem führt der erhöhte Alkoholgenuss nicht nur zu einer entspannten Stimmung untereinander, sondern das ein oder andere Mal auch zu aggressivem Verhalten.

Daher herrscht in Deutschland verständlicherweise ein klischeebehaftetes Bild des Vatertages, man sieht ihn als ein rein männliches „Sauf-Grill-Gröl-Event“, das im Gegensatz zum Muttertag sehr negativ konnotiert ist. Die Version des „beschwipsten“ Vatertages kommt häufig vor. Doch es ist in den letzten Jahren durchaus eine Tendenz der Veränderung zu erkennen.
Alternativen

Es gibt viele unterschiedliche Varianten, den Herrentag zu begehen. In Deutschland wird nicht nur in strengen Herrenrunden gefestet, es kommt immer öfter vor, dass die Herren auf ihren Wanderungen in weiblicher Begleitung sind.

Auch die sogenannten Erlebnisausflüge werden immer beliebter, meist stehen dann aufregende Aktivitäten, wie zum Beispiel Bungee-Jumping oder Raftingtouren im Mittelpunkt des Ausfluges. Dabei erfüllt sich dann vielleicht so mancher „Vater“ einen langgehegten Kindheitstraum. Ein deutschlandweit bekannter Reiseveranstalter warb im Jahr 2009 für eine „Erlebnistour (nicht nur) zum Vatertag: „Panzerfahren für Jedermann“ auf „Deutschlands größtem Männerspielplatz“.
Der Vatertag im Kreise der Familie

Erst im Jahr 2008 kritisierte die damalige Familienministerin Ursula von der Leyen die „traditionellen“ Vatertagstouren, sie forderte dazu auf: „[…] den Vatertag neu (zu) erfinden“, um diesen „[…]begeistert mit den Kindern“ zu feiern. Auf diese Bemerkung gab es viele verärgerte Reaktionen.

Und doch wird der Vatertag immer mehr im Kreise der Familie gefeiert. Es werden Ausflüge mit Frau und Kindern unternommen oder übers verlängerte Wochenende mit der ganzen Familie verreist. Die Herren sind wohl weniger der Aufforderung unserer jetzigen Arbeitsministerin gefolgt, als vielmehr den günstigen Termin als Ausgangspunkt eines Kurzurlaubs zu nutzen. Denn meistens wird der Freitag als Brückentag freigenommen, da auch viele Schulen an diesem Tag geschlossen bleiben. Das erklärt, weshalb die deutschen Straßen am Mittwoch vor Christi Himmelfahrt so stark befahren sind und er zu den verkehrsstärksten im Jahr gehört.

Der Stellenwert dieses Feiertages ist in einer Familie so individuell wie die Familie selbst.

Die Kinder bereiten sich, wie auch beim Muttertag, häufig schon im Kindergarten oder in der Schule auf den Vatertag vor. Dabei lernen sie Gedichte oder Lieder auswendig. Der Vater wird auch häufig mit Selbstgebasteltem oder Gemaltem überrascht. Wird zur Wertschätzung der Mutter an „ihrem“ Tag der obligatorische Blumenstrauß oder die Schachtel Pralinen überreicht, schenkt man dem Vater beispielsweise Socken oder erfreut ihn mit einem alkoholischen Getränk. Auf diese Weise, wenn auch nicht so ausgeprägt wie am Muttertag, macht unter anderem auch der Einzelhandel noch ein kleines Geschäft.
[…]

Andere Länder, andere Sitten – Der Vatertag im Ausland

Überall auf der Welt feiert man Vatertag, allerdings nicht am gleichen Tag und er wird weltweit anders gefeiert.

In Russland feiert man den Vatertag zum Beispiel schon im Februar. Italien, Portugal und Spanien hingegen lassen sich noch bis März Zeit, ihre Väter zu ehren. Nordeuropa, Japan und auch die USA feiern im Juni, in Neuseeland und Australien stehen die Väter im September im Mittelpunkt und im Dezember werden die thailändischen Väter geehrt. Die Schweiz hat den Vatertag erst im Jahr 2007 als Feiertag eingeführt, dort findet er seitdem am dritten Sonntag im Juni statt.

Was in Amerika der „Fathers Day“ darstellt, ist in Italien als „festa del papa“ bekannt. Für diese Länder ist der Vatertag genauso wichtig wie der Tag der Mutter. Sie bringen diesem Feiertag weltweit die meiste Bedeutung entgegen.

Die amerikanischen Väter werden in großen Paraden am dritten Sonntag im Juni geehrt und gefeiert. Man organisiert größere Familienfeiern, an denen alle Männer der Familie (Vater, Großväter, Onkel) anwesend sind. Weiter ist zu beobachten, dass in den amerikanischen Familien an diesem Tag die Vater-Sohn-Beziehung besonders hervorgehoben wird. So stehen nicht selten gemeinsame Angelausflüge oder andere sportliche Aktivitäten im Vordergrund. Selbstverständlich sind hier Geschenke für den Vater.

Die katholischen Italiener ehren ihre Väter am Josefstag, dem 19. März, dort wird der Vatertag im Kreise der Familie gefeiert und die Väter werden reich beschenkt.

In Thailand ehrt man an diesem Tag „hervorragende Väter des Landes“. Die Kinder schenken ihren Vätern und Großvätern eine Pflanze Namens „Canna“, die symbolisch für Männlichkeit und die Rolle des Vaters als Ernährer der Familie steht.
[…]

Hintergrund-Infos

Der christliche Feiertag „Christi Himmelfahrt“ und der Vatertag, fallen zwar auf ein und denselben Tag, dennoch hat der christliche Feiertag nichts mit der Geschichte und der Entstehung des Vatertages zu tun.
Christi Himmelfahrt

„Christi Himmelfahrt“ gehört zu den ältesten christlichen Hochfesten. Nachweisbar wurde dieses Fest schon seit dem Jahr 370 innerhalb des Osterfestkreises von den Christen gefeiert, zuvor, in der frühen Christenheit, wurde die Himmelfahrt Jesu mit der Pfingstfeier verbunden.

Sowohl im Lukasevangelium, wie auch in der Apostelgeschichte ist das Geschehen der Himmelfahrt festgehalten. Dort wird beschrieben, dass Jesus seinen Jüngern vierzig Tage nach seiner Auferstehung begegnet und bei der letzten Erscheinung in den Himmel „zur Rechten Gottes“ aufsteigt.

Zahlreiche Bräuche begleiten „Christi Himmelfahrt“ seit dem Mittelalter. So wurde die Himmelfahrt oftmals dramatisch dargestellt. Dabei zog man eine Christusfigur in das Kirchengewölbe hinauf – dort „angekommen“ regnete es Blumen und teilweise auch Heiligenbildchen.

Außerdem wurden mancherorts auch Flurumgänge und –umritte vollzogen. Über den religiösen Hintergrund dieser Umritte lässt sich nur mutmaßen. Denn schon im Spätmittelalter ging die Bedeutung dieser Prozessionen verloren. Allerdings waren diese Flurumgänge damals bereits mit übertriebenem Alkoholgenuss verbunden. Dieser zu Sauftouren verkommene Brauch wurde in der Reformation von der Kirche bekämpft. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich daraus die Herrenpartien, die auch Schinkentouren genannt wurden und damit das Vorbild für die heutigen Vatertagstouren waren. Seit 1936 ist Christi Himmelfahrt in Deutschland gesetzlicher Feiertag.
Die Geschichte des Vatertags

Auch die Geschichte des Vatertages findet ihren Ursprung in den USA. Die Amerikanerin Sonora Louisa Dodd rief diesen Tag zu Ehren ihres Vaters ins Leben.

Ihr Vater William Smart kämpfte im Sezessionskrieg (1861-1865) und gehörte zu den Bürgerkriegsveteranen. Tief beeindruckt von ihrem Vater, der sich nach dem Tod seiner Frau ganz allein um die sechs Kinder kümmerte, wollte sich Sonora Louisa bei ihm für dessen Selbstlosigkeit und Fürsorge bedanken und organisierte mit Hilfe der örtlichen Geistlichkeit im Jahre 1910 die Bewegung zur Ehrung von Vätern. Nach Dodd sollten die Väter mit Geschenken, Gottesdiensten und gut zubereiteten Speisen gefeiert werden. Der erste Vatertag wurde im selben Jahr am 19. Juni in Spokane / Washington gefeiert. Schnell verbreitete sich der Vatertag in ganz Amerika und schon 1924 forderte der damalige Präsident der Vereinigten Staaten Calvin Coolidge die Amerikaner dazu auf, den Vatertag zu feiern. Zwei Jahre später wurde in New York ein „National Father`s Committee“ gegründet, dessen Mitglieder vor allem Geschäftsleute waren. Dieses Komitee machte es sich zur Aufgabe, den Vatertag als nationalen Feiertag zu etablieren. Seit 1942 wählt diese Vereinigung jährlich einen „National Father of the Year“.

Auf dem europäischen Kontinent wird der Vatertag seit den dreißiger Jahren gefeiert. In Deutschland wurde der Vatertag 1931 von einem Herrenausstatter mit dem Werbespruch „Schenkt Krawatten“ eingeführt.

Warum dieser Tag in Deutschland ausgerechnet auf „Christi Himmelfahrt“ fällt, ist leider unklar.

Auszüge aus [Quelle]: http://www.brauchwiki.de/Vatertag


Die Schöpfung der Sozialversicherung hatte ihren Ursprung nicht auf dem anwachsenden Elend der sog. proletarischen Massen, wie es aus den Bedürfnissen der industriellen Revolution entstanden war, sondern war primär eine Antwort auf die sich daraus ergebenden parteipolitischen Veränderungen. Die von der Reichsregierung unter dem Fürsten Bismarck ins Leben gerufene soziale Sicherung im Deutschen Reich, die sowohl die Versorgung im Alter wie auch bei Krankheit sicherstellte (die staatliche Krankenversicherung von 1883 und die Unfallversicherung von 1884 ergänzte 1894 die Invaliden- und Altersversicherung, denen 1911 die Angestellten- und 1918 die Erwerbslosenversicherung folgte), wurde damit abgerundet, um nun auch jede individuelle Not aus der Arbeitslosigkeit solidargemeinschaftlich abzumildern. Breiteste Basis und eine von jedem Privatinteresse freigestellte Versorgung wurde damit erreicht, daß alle drei Versicherungszweige über staatliche Gesetze geregelt wurden.

Auch wenn das System der Sozialversicherungen in den folgenden hundert Jahren manchen Veränderungen unterworfen war, so blieb es immer eine der tragenden gesellschaftspolitischen Säulen jedes deutschen Staates. Selbst die beginnende finanzielle Aushöhlung durch die Brandt-Regierung in den 70-er Jahren, mit ihren erheblichen Leistungserweiterungen, ja selbst ihre Belastung mit teilweise versicherungsfremden Leistungen, schaffte zwar Voraussetzungen, hatte aber noch keine substantiellen Auswirkungen. Erst mit den sich abzeichnenden Globalisierungstendenzen wurde die Lage völlig anders. Denn in einem globalisierten, in allen Ländern gleichgelagerten Wirtschaftssystem darf es kein Land geben, das Sonderwege geht oder in dem Sondereinrichtungen weiterhin bestehen. Dabei steht nicht etwa die Kostenproblematik im Vordergrund, sondern jede wirtschaftspolitische Sonderheit ist der globalen Einheitlichkeit unterzuordnen. Die kommende Einheitswelt braucht nicht nur eine Regierung, sondern, will sie bei künftigen Gesetzen mit weltweiter Geltung nicht gezwungen sein, eine Vielzahl länderspezifischer Sonderregelungen berücksichtigen zu müssen – was jede Gesetzgebung nicht nur erschweren, sondern sie auch ihrer durchgängigen Wirksamkeit berauben würde – muß auch eine weltweit einheitliche Grundlage haben. Daran orientieren sich seit nunmehr 20 Jahren die innenpolitischen Umtriebe. Die allgemeingültige, leuchtende Vorgabe aller Einheitlichkeit dürfte wohl das in den USA praktizierte kapitalistische Ausbeutungssystem liefern. Und dort ist natürlich für eine Sozialversicherung deutscher Prägung kein Platz.

Die Konsequenz für die BRD also lautet ganz einfach: völliger Abbau, totale Beseitigung aller Teile der Sozialversicherung. Und dies steht seit nunmehr 20 Jahren auf der bundespolitischen Tagesordnung der „Sozialpolitiker“, für die in nicht mehr allzu ferner Zeit wohl nur noch die Sozialhilfepolitik bleiben wird (z.B. die in den USA so erfolgreich praktizierte Ausgabe neuer, in lebensfrohen Farben lackierter Altölfässer für Obdachlose). Aber dann werden die heutigen Täter ihre Pension allemal gesichert haben.

Seit nunmehr 20 Jahren läuft ein Lehrstück, wie man mit simpelsten Methoden Solidargemeinschaften sprengt. Zunächst werden Leistungen und damit Ausgaben erweitert, ohne parallel die Einnahmen zu erhöhen. Geschenke wurden schon immer gern genommen, so war bei diesem Schritt kaum mit Widerstand zu rechnen. Nun brauchte eigentlich nur noch gewartet werden, bis die Reserven aufgebraucht waren und erste größere finanzielle Löcher sich zeigten. Und schon gab es was zu reformieren. Die Vernichtung des gesamten deutschen Sozialsystems als eine Aneinanderreihung von „Reformen“ zu titulieren, muß als propagandistisch-betrügerische Großleistung anerkannt werden. Und nicht das hier etwa irgendwelche dummen Politiker am Werke waren. Denn hätte es sich um solche gehandelt, dann wäre spätestens aus den sich immer deutlicher abzeichnenden Folgend der „Reformwerke“ eine sofortige Anpassung erforderlich geworden, die aber nie stattgefunden hat. Statt die nicht mehr zusammenpassenden Einnahmen-Ausgaben-Situation wieder zu harmonisieren, womit die vorherigen Fehlentwicklungen korrigiert und alles gesichert gewesen wäre, wurde der finanzielle Druck und die Aushölung der Sozialversicherung stetig erhöht und erweitert. Die sich permanent steigernde Einnahmen-Ausgaben Differenz wurde dann „zufällig“ durch andere Entwicklungen, die zusätzlich zu sprunghaften Negativveränderungen führen, wie z. B. die sog. Wiedervereinigung oder die Versorgung von hohen Asylantenzahlen, ergänzt und ausgebaut. So wurde nicht nur der „Reformbedarf“ gesteigert, sondern die ganze Angelegenheit erhielt eine extreme Beschleunigung. Der Druck des selbstgeschaffenen und gepflegten „Reformstaus“ war in Dimensionen angewachsen, die nun endlich Grundsatzlösungen rechtfertigen konnten. Die Zeit der „großen Schnitte“ war gekommen. Allein nur die Konsequenzen aus der „Reform“ der 640,- DM-Jobs zeigt die eigentlichen Hintergedanken. Wo zuvor solche Einnahmen pauschal versteuert werden mußten, verzichtete „der Staat“ auf diese Einnahmequelle und verlangte statt dessen die Einzahlung in die Sozialversicherung. Damit war dann jeder, der auch nur eine Stunde im Rahmen dieser Jobs tätig war, sofort krankenversichert. Der Verzicht auf Steuereinnahmen brachte auf der Gegenseite, zu Lasten der Krankenversicherung, eine erhebliche

Entlastung des staatlichen Sozialhaushaltes. Aber auch dies war nur ein Glied in der von „freiheitlich-demokratischen“ Parteipolitikern geknüpften Betrugskette. Die zwischenzeitlich EU-weit erzielte, meist verdunkelte Politik-Harmonie setzte der innerdeutschen Realpolitik noch einen auf. Beschloß doch die EU annähernd zeitgleich, daß auch alle Nicht-EU-Bürger in EU-Ländern Kindergeld erhalten sollen, vorausgesetzt, sie zahlen, wenn auch nur geringste, Beiträge in die Sozialkassen ein. So hatte man eine Sozialkassensanierung vorgegaukelt, um völlig andere Ziel zu erreichen. Aktive Familienpolitik der Bundesregierung für Nicht-EU-Bürger.

Wie zuvor schon die gesamten Aktivitäten zeitlich zu strecken waren, so mußten nun auch die verschiedenen Teile der Sozialversicherung unbedingt einzeln abgewickelt werden. Zunächst konnte der Minister (heute im Unterhaltungsfernsehen als Komiker engagiert) den sozialen Teil der Krankenversicherung liquidieren, durfte jedoch parallel verkünden, daß aber die Renten sicher seien. Aber hallo. Die Renten zu „privatisieren“ war dann Aufgabe der Partei, die sich das Soziale schon parteinamentlich gesichert hat. Einem vormaligen Gewerkschaftsmanager blieb es als Sozialminister vorbehalten, die Rentenversicherung zu liquidieren. Heraus kam eine Riesterrente, d.h., eine private Lebensversicherung, zu der der Staat individuell einen gesetzlich geregelten Zuschuß zahlt. Nur, auch solche Gesetze lassen sich jederzeit ändern. Selbst die Staatsverschuldung kann gute Argumentation liefern. So wurde die Rentenversicherung zum Auslaufmodell.

Blieb letztlich noch die Arbeitslosenversicherung. Hier begann alles in zuvor schon auf anderen Politikfeldern erprobter und bekannter Skandalinszenierungspolitik. Offensichtlich drängt die Zeit.

Wie dabei immer, wenn politische Negativmachenschaften umzusetzen sind, mußte zunächst die Führungsposition mit dem entsprechenden Handlanger besetzt werden. Angebliche Fehlbuchungen in der Statistik für Arbeitsvermittlungen in einer Größenordnung von 70%(!) geisterten als kurzfristige Erscheinung durch die Medien, erfüllten ihren Zweck und lieferten den Grund, den Spitzenmann in Nürnberg auszutauschen. Die heute laufende Entwicklung heißt „Privatisierung der Arbeitsvermittlung“. Wenn es weiter so laufen sollte wie bei der Rentenversicherung – woran nicht der allergeringste Zweifel besteht – wird in nicht all zu langer Zeit neben der „Riester-Rente“ die „Gerster-Arbeit“ stehen. So wie es heute keine Rentenversicherung mehr gibt, wird dann auch über die Arbeitslosenversicherung nur noch in den Geschichtsbüchern nachzulesen sein.

Nur gut, daß es nicht noch erforderlich ist, die Justiz zu privatisieren. Konnte auf diesem zentralen Gebiet doch schon von Anfang an eine systemgeeignete Lösung erfolgreich installiert werden.

Auf in die Zukunft, auf in den Wahlkampf.

[vom 5.7.2002]

Quelle: http://www.deutsche-idealisten.de/index.html

 


zur Kenntnisnahme :o)

firma gericht

 


 

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