Die weltweiten Energiekonzerne pfeifen auf den Klimaschutz – genauso wie auch alle andere Konzerne. Das Fracking, dass uns allen als neues Energiewunder präsentiert wird, ist im Grunde nur ein weiteres schmutziges Geschäft, das nur einigen wenigen Menschen zu Gute kommt – und zwar den reichen Geschäftemachern von Exxon Mobile, BASF und Co. Die USA erleben mit dem Fracking grade einen neuen Energie-Boom, der sich mit der Zeit auch hier einstellen könnte – zumindest wird in einigen Bundesländern fleißig gebohrt. „Das Fracking könnte die Welt verändern und Energieprobleme lösen“, sagt die Industrie. Doch was bedeutet Fracking wirklich? Was sind die Gefahren des Frackings auf die Umwelt? In diesem Artikel, gebe ich Ihnen kurze Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema Fracking.

Fracking – Die neuste Form des Raubbaus an der Erde

Das Fracking ist keine Energierevolution, sondern eher ein Umweltdesaster. Die Wahrheit ist: Die Dampfmaschine war eine Energierevolution; das Fracking ist lediglich eine neue Methode der Industrie, um an Erdgas heranzukommen, das sonst nicht zugänglich wäre; vor allem ist Fracking natürlich eine Methode, um weitere Profite zu ermöglichen – dabei spielen die verursachten Umweltschäden keine Rolle. Fracking: die neueste Form des Raubbaus!

Der Mensch ist ein gieriges Geschöpf! Wir sollen uns die Welt zum Untertan machen; und dieses Ziel haben wir zum großen Teil auch erreicht – leider aber mit verheerenden Folgen für die Umwelt. Haben wir uns vor nicht allzu langer Zeit damit begnügt, nur die Oberfläche dieses schönen Planeten zu zerstören, so sind wir mit dem Fracking inzwischen dabei, auch in die tieferen Schichten vorzudringen – beim Fracking bis zu 5000 Meter. Das Fracking an sich, ist dabei die aggressivste Form des Raubbaus, bei dem ein unerhörter Giftcocktail in großen Mengen (100.000 Liter bei einem Fracking Vorgang) in die Venen der Erde gepumpt werden, um ihr somit auch die letzten Schätzchen aus dem Gestein zu entlocken. Während es bei den konventionellen Gasreserven darum geht an große Vorkommen zu gelangen, ist das Fracking eine Methode um an all die kleinen Mini-Reserven heranzukommen, die überall verteilt in tiefen Gesteinsschichten eingeschlossen sind. Es ist also ein sehr aufwendiger Prozess.

Was bedeutet Fracking für die Umwelt?

Beim Fracking wird gashaltiges Gestein aufgebrochen, um somit an die Gasvorkommen im Gestein heranzukommen, die mit konventionellen Methoden nicht gefördert werden können, weil sie zu tief im Gestein eingeschlossen sind. Den Begriff Fracking, könnte man mit dem deutschen Wort „Aufknacken“ übersetzen. Dieses Aufknacken wird mittels bestimmter Chemikalien und großer Mengen Wasser erreicht, die dann in den Bohrschacht gepumpt werden. Bei den Bohrungen werden zunächst die wasserführenden Schichten durchbohrt, um so die tieferen gashaltigen Gesteinsschichten zu erreichen. An diesen Schichten entsteht dann ein gewaltiger Druck – verursacht durch abertausende Liter an Wasser-Sand-Gemisch. Durch den Druck bilden sich kleine Öffnungen im Gestein, die durch die vielen Chemikalien im Gemisch stabil gehalten werden. Bei diesem Vorgang werden die zuvor eingeschlossenen Gase frei bzw. können so entweichen und mit dem Wasser gefördert werden. Der gewaltige Druck, von dem weiter oben die Rede war, ist im Grunde nichts anderes als eine gewaltige Sprengung, oder besser gesagt eine Bombenexplosion tief in der Erde. Auch der Begriff Förderung trifft es nur sehr ungenau, denn der gesamte Vorgang gleicht eher einer Vergewaltigung. Doch die Wahrheit ist viel schlimmer.

Das Wasser, welches bei der Förderung mit hochgefördert wird, ist kontaminiert und muss entsprechend entsorgt werden. Insgesamt kommen bis zu 150 hochgiftige Chemikalien zum Einsatz, darunter Benzol, Pestizide und viele andere krebsauslösende Substanzen. Einige Wissenschaftler haben sogar mehr als 600 Chemikalien entdeckt. Leider sind nicht alle Leitungen immer dicht; so kommt es vor, dass viele Chemikalien ins Erdreich, aber auch ins Grundwasser, gelangen.

Dass diese Folgen keine Ausnahmen sind, sondern einkalkulierter Alltag, kann man an den USA sehr gut beobachten. Im Land der (un)begrenzten (Un)Möglichkeiten gibt es seit längerem einen regelrechten Boom und große Landstriche fallen dem Fracking zum Opfer. Es gibt sehr viele und gut dokumentierte Fälle, in denen das Trinkwasser aus der Leitung verseucht ist – vielerorts wird das Trinkwasser deshalb auch „brennendes Wasser“ genannt. Diese Tatsachen sind bereits erschreckend genug, eigentlich eine weltweite Katastrophe, deren wahre Ausmaße sich erst in einigen Jahren zeigen werden. Klar ist, das Fracking massive Umweltschäden hinterlässt, die auch die Flora und Fauna betreffen – also auch in den menschlichen Nahrungskreislauf gelangen (z.B. durch Fische). Laut neuesten Untersuchungen ist Fracking sogar viel schädlicher für die Umwelt als Kohle, welches bisher immer als der „schmutzigste“ fossile Brennstoff galt.

All diese Fakten sind den meisten Menschen beim Thema Fracking mehr oder weniger klar. Doch was die wenigsten begreifen (wollen?), ist, das Fracking auch langfristig das Klima verändern wird, wenn man es nicht stoppt. Beim Fracking werden nämlich auch große Mengen an Methan frei – ein 200-mal aggressiveres Gas als das Kohlendioxid -, das so in die Atmosphäre gelangt und somit die Erde aufheizt. Fracking bedeutet zusammengefasst also keine neue Energierevolution, sondern eine weitere Zerstörung der Erde und des Klimas, zu Gunsten einiger führender Energiekonzerne.

von Gökhan Siris
Heilpraktiker und psychologischer Berater

Quelle: http://equapio.com/de/umwelt/fracking-die-schmutzige-wahrheit-hinter-dem-energiewunder/

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